Wie man sein Fahrrad richtig sichert

Tipps für besseren Schutz des Drahtesels vor Diebstahl

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Jährlich werden bundesweit mehr als 315.000 Fahrrad-Diebstähle bei der Polizei gemeldet. Die Dunkelziffer hierzu dürfte weitaus höher sein. Die Polizei geht von etwa dem Fünffachen der gemeldeten Fälle aus. Untersuchungen zeigen, dass dabei etwa jedes sechste Fahrrad ungesichert war und die Fahrradbesitzer es den Dieben häufig sehr einfach machen, indem sie ihren Drahtesel nicht oder nur schlecht sichern. So werden Fahrräder sehr oft zwar mit einem wirksamen Schloss abgeschlossen aber nicht angeschlossen. Die Diebe tragen das Rad einfach mit sich fort und öffnen das Schloss in aller Gelassenheit an einem ruhigen Ort. Wer nur einige wenige Grundregeln bei der Sicherung seines Velos anwendet, hat häufig länger Freude an seinem Fahrrad.

Wenige Sekunden der Unachtsamkeit genügen – Dieben keine Gelegenheit bieten

Oft nutzen Diebe die Gunst der Stunde, sei es, dass man das Rad aus Bequemlichkeit nicht angeschlossen hat, weil man nur schnell zum Bäcker oder Einkaufen möchte, sei es, dass man sich nicht die Zeit nimmt, das Fahrrad sicher an einem Fahrradständer oder festen Gegenstand anzuschließen. Wer es darauf abgesehen hat, Fahrräder zu stehlen, weiß, wo er warten muss, um solche Gelegenheiten abzupassen. Beim Anschließen des Rades sollte darauf geachtet werden, dass der Rahmen und Vorder- oder Hinterrad an einem Fahrradständer oder einem anderen festen Gegenstand angeschlossen wird. Geeignet sind dazu Schlösser mit geprüfter Qualität und aus hochwertigem Material wie durchgehärteter Spezialstahl. Beim Fahrradschloss macht sich häufig auch Abschreckung bezahlt – so wirken Bügelschlösser oder Panzerkabel sicherer als Billigschlösser. Viele Hersteller haben ihre Produkte nach Sicherheitsklassen farblich gekennzeichnet. Ein Verzeichnis anerkannter Zweiradschlösser findet man auf der Internetseite des Verbandes der Schadensversicherer (VdS).

Das Fahrrad codieren und Fakten notieren

Nutzen Sie auch die vermehrte Überwachung durch Videokameras. Diebe wissen meist genau, wo Aufnahmen gemacht werden und meiden diese Orte. Sofern in Ihrer Wohnortgemeinde die Codierung von Fahrrädern angeboten wird, sollten Sie dies nutzen. Machen Sie darüber hinaus Ihr Fahrrad zu einem einzigartigen Gegenstand – schicke Aufkleber, Anbauten u.ä. erschweren es den Dieben, das Rad zu veräußern; man könnte es ja leicht wiedererkennen. Trotz aller Vorsicht kann es dennoch einmal passieren, dass ein Velo gestohlen wird. Für diesen Fall wäre es von Vorteil, wenn man die Fakten zu seinem Fahrrad parat hat. Dazu zählen Angaben zum Fabrikat, Hersteller, die Rahmennummer und eventuelle Besonderheiten. Für diesen Zweck empfiehlt sich die Anlage eines Fahrradpasses, den man beim Fahrradhändler, bei der Polizei oder der Versicherung erhalten kann.